Sonntag, 26. Juli 2015

Ein Thema, das vor allem Wallache und deren Besitzer angeht, die versteckten, harten Bohnen am Ausgang der Harnröhre - Pferdebohne, Eichelstein oder Smegmastein genannt


Bild einer von zwei Bohnen, an der Spitze des Schlauches, direkt neben dem Urinkanal, innen liegend entfernt.

Noch nie gehört davon? Da sind Sie bestimmt nicht allein.
Ich habe seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und bis vor kurzer Zeit war dies auch kein Thema für mich. Ich habe zwar mit der Zeit mal darüber gelesen, in einem Buch von Mark Rashid, aber wirklich noch nie davon gehört, dass irgendein Wallach von meinem Bekanntenkreis dieses Problem gehabt hätte.
Also schien dies wohl sehr selten zu sein... oder kaum jemand spricht darüber.
Es kann zwar zu erheblichen Verhaltensauffälligkeiten kommen, wenn es mal der Fall ist, was ja auch kein Wunder ist, aber sie werden eben selten entdeckt, weil es vielfach auch einfach nicht möglich ist, das Pferd an seiner intimsten Stelle zu berühren. Das erfordert viel Vertrauensarbeit. Und manchen ist es vielleicht auch zu eklig, oder wer weiß, was sonst.. obwohl es doch jedem wichtig sein sollte, sein Pferd möglichst gut zu pflegen und um seine Gesundheit besorgt zu sein.

Ich stellte nun jedenfalls fest, dass ein Wallach in unserem Stall, der erst ein paar Monate da war, augenscheinlich Probleme beim Pinkeln hatte. Er brauchte lange bis er überhaupt anfing zu pinkeln, wenn er schon Anstalten dazu machte und stand auch noch eine Weile danach da ohne sich zu bewegen. Außerdem schien es ihn anzustrengen, trotzdem pinkelte er recht oft.
Auf jeden Fall, war das meine Beobachtung. Und dann kam mir die Idee, mal nach so einer Bohne zu tasten.

Mein Schreck war groß, die Bohne, die ich fand aber noch größer, exakt 3 cm im Durchmesser. Er hat dunkle Haut somit war die Bohne auch dunkel. Kann aber auch hell sein, weil wohl Hautschuppen und allerlei Dreck sich da vermischen zu einer Wachsharten, äußerlich etwas schmierigen Kugel.

Der erste Gedanke war, wie bekomme ich dieses Ding da raus? So riesig.... es steckte ziemlich tief...
der Trick dabei war, sie von außen nach unten zu drücken. Ich brauchte nichts einreiben oder lösen, es war eigentlich ganz leicht, man muss sich nur überwinden etwas beherzt zu zugreifen und vorsichtig heraus zu drücken.
Zum Glück hatte der Wallach großes Vertrauen zu mir, ich hatte schon eine Weile an der Reinigung des Schlauches gearbeitet, wollte auch nichts überstürzen und mit der Zeit hat er es akzeptiert, dass ich daran herum hantierte. Ich wollte ihn auch nur von den angetrockneten Fetzen voller Dreck befreien, als ich diese Bohne entdeckte.

Ich war so froh, als dieses Ding weg war und dachte, damit wäre das mal für eine Weile erledigt. Trotzdem pinkelte er nicht wirklich viel besser, etwas schon, aber eben noch nicht so, wie die anderen.
Mein Verdacht bestätigte sich, als ich nochmal tastete, es kam noch eine Bohne zum Vorschein, etwas kleiner, 2 cm im Durchmesser, dafür aber noch tiefer neben dem Urinkanal, als die erste Bohne.

Auch diese ließ sich problemlos, ziemlich leicht heraus drücken, mit etwas Feingefühl, um ihm nicht weh zu tun, ließ er sich auch dieses mal ruhig behandeln. Ich habe ihn nicht angebunden dazu, er steht aber auch beim Putzen und Satteln nie angebunden. Er bleibt einfach stehen.

Von dieser zweiten Bohne habe ich leider kein Bild mehr gemacht, aber sah so aus wie die erste hier. Etwas unregelmäßig und dunkel.

Ich habe dies hier so genau beschrieben, weil ich hoffe, dass viele Wallach-Besitzer etwas beherzt jetzt nach diesen Bohnen suchen, damit ihr Wallach davon befreit werden kann und sein Leben wieder genießen kann.
Außerdem kann es sonst zu Entzündungen, Kolikartigen Schmerzen, Einklemmen des Schweifes, gekrümmten Rücken, schlechter Haltung, verkürztem Gang, Buckeln oder schlechter Laune kommen. Wobei das sicher nicht alle Auswirkungen sind.

Deckhengste oder Hengste in freier Wildbahn haben dieses Problem übrigens nicht, weil diese durch den Sprung auf die Stuten nicht solche Mengen an Dreck ansammeln können, dass es zu solchen Problemen kommt.

Ein Video davon, wie der Schlauch des Pferdes gereinigt wird,
https://www.youtube.com/watch?v=mIqo7wnG3FM
und wo diese Bohnen zu finden sind, und wie man sie entfernt sehen Sie auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=UzTqjuB65SA
Die Videos sind englisch sprachig, aber durch die Bilder selbsterklärend.


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Mittwoch, 22. Juli 2015

Mythen und Fakten zum Thema Reitergewicht

Wieviel Gewicht können Pferde tragen? Was sind Gewichtsträger? Gibt es eine Regel, nach der man entscheiden kann?

Ein paar Grundgedanken zum Thema sind in einem guten Artikel erschienen, zu dem man sich eigene Gedanken machen kann.

Zitat aus dem Artikel 
auf taunusreiter.de.:
"Untersuchungen sind bekannt vom härtesten und ältesten Distanzrennen der Welt, dem TEVIS Cup, aus den Jahren 1995, 1996 und 1998, an insgesamt 553 teilnehmenden Pferden, die im Rahmen zweier Studien, nicht irgendwo, sondern auf dem "Welt-Elite-Pferde-Wissenschaftstreffen", der International Conference of Equine Exercise Physiologists (ICEEP) des Jahres 1999 vorgestellt und diskutiert. Bei diesen wurde, ziemlich unerwartet, kein Zusammenhang festgestellt zwischen Beendigung des Rittes mit gesundem Pferd und Reitergewicht, oder Reiter/ Pferd-Gewichtsverhältnis - wohl aber, und das war gleich die zweite Überraschung, ein überaus deutlicher Zusammenhang zwischen erfolgreicher, oder nicht-erfolgreicher Beendigung des Rittes und Fütterungszustand (Body Condition Score/ BCS).
Unabhängig von Größe, Gewicht, oder Reitergewicht, beendeten Pferde mit einem BCS von 5,0 - 5,5 ("mittel") den 160km-Ritt signifikant häufer erfolgreich als solche mit niedrigerem BCS (dünnere Tiere). Die Pferde trugen dabei bis zu 31% ihres Gewichts, d.h. nicht ein 1/10 oder 1/7 sondern mitunter mehr als 1/4. Das mittlere Gewicht (=Reiter, Sattel und Ausrüstung) betrug bei beiden Studien 20% mit 3% Standardabweichung, d.h. gut 1/5."


Sowie noch ein ähnlicher Artikel auf propferd.at von Martin Haller

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Samstag, 18. Juli 2015

America`s Wild Mustang


Veröffentlicht am 16.11.2014
This Emmy-award winning documentary chronicles the journey of a mustang named Charlie and the people whose lives he touches along the way. Produced and written by Jen Noble. Distributed nationally on PBS, a WTCI-TV Production, Chattanooga, TN.

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Unsere Weide 2015


Das Video hier anschauen, oder dem Link folgen auf youtube.de

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Dienstag, 7. Juli 2015

Klebt das Pferd? Bringen wir es nicht von den anderen Weg? Spielt es verrückt, wenn sein Weidekumpel nicht da ist?



Immer wieder ist zu hören oder zu lesen: Mein Pferd klebt. Bei den einen hat das Pferd ein großes Problem damit, wenn sein Weidekumpel nicht da ist. Ein anderes Pferd verlässt den Hof nicht ohne Pferdebegleitung. Beides ist für den jeweiligen Besitzer ziemlich nervig. 

Häufig erlebt man sogar großes Unverständnis für das Verhalten. Dabei müssen wir doch nur die Menschenperspektive ablegen. Dann können wir nicht nur Verständnis für das Verhalten aufbringen, sondern wir können sogar erkennen, dass das Problem häufig wir selbst sind.
Ein guter Artikel darüber ist hier zu finden:

Weg zur natürlichen Autorität 

Warum ein Pferd führen garnicht so einfach ist


Vom klebenden Pferd zu unserer Führungsqualität



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